Archiv für März 2006

Omertà, nolens volens

stalagmit carpatisch cultiviert
aus graumeliertem postlament
die regung
gefüttert durch besternte furcht
mit perlentau der keuschheit
an gedächtnisspalten blankgerieben
mit leidenschafft

monochromie im mobildisplay
anämie des backlights
vom ende der bewohnten dürre
quillt tapfer

 

19. Mrz 06

Kz vs Hz

 

Sätze, fast stimmlos herausgepresst, gebaren nichts von jenem Sinn, den mir zu deuten ich vermochte. Gleichwohl verformten sie das Gefüge des Spaltes | der sich aufgetan hatte zwischen Mund und Ohr: etwas wuchs kalottig around our head und verwundert gewahrte ich, daß es auch entferntere Objekte umfing: die bleierne Zigarette | den zielenden Ärger | das ärbärmliche Wasserglas | den winkenden Fisch | die fahle Espressotasse | die explodierende Gottheit | das gellende Feuerzeug | die federnden Augen | das aurische Zarettenetui | den zawinulschen Tisch | das tauffrische Vabanquesofa | die virre Wand | den wabernden Schmerzschlag | das schöne Bild an der Brandwand | das blutige Aquarium | die arrakische Vase mit der Sopor | den Straßenkrawall | das salzige Maisonettefenster | den misogamen Sufikellner | die uns segenüberliegende Wand mit der Kleistertür | die knossischen Trajektoren. Im Tango mit Zigarettenrauch mäanderte das neue Universum in gewagten Spiralien aufwwärts gegen die hainige Zimmmerdeche. Verwunders gewahhe ichchch, dasses es einen Bojgene um meinn Koopfff sseischneefff. FFFielleich isss Boschensch nich das ffichtige Worschsch. Es umfaschsche mich erschsch wie eine Manschesche, lejschffe sisch alschbalddd wie eine Fönhaubeschu um meineheh Hauptschun und liesch nuscha Aujjjjen und Munfff fffeiiiii. Ich schschschautschee umhesch und schah nijschenddwooo FFFFeränderunendede, die sisch dosschach scholljten einschtellteh habbbnnn obbbe jjjeneeeaa schehadesssussu elemmmennnmenaaaschen Uuumffffffformuschschsch deschssssssss Aschmossssschschffffffffääääääässsssssssschschsch. Odess ssolle diese Kossresstur nuss von miss nichsst wassnehmbasss sein? Dass schliesse ich nach all dem Erlebenss nun nichs meh aus. Ssie endeten nicht, sondern starben vor Mangel an Konnotation diese Sätze diese Sätze

 

12. Mrz 06

Vorübergehende Beschwerden II

fortgesetzte Permutationen:

Warum etwas sehen, damit ich begreife, was ich doch zeigen kann?
Warum etwas sehen, damit ich zeige, was ich doch begreifen kann?
Warum etwas begreifen, damit ich sehe, was ich doch zeigen kann?

Warum etwas begreifen, damit ich zeige, was ich doch sehen kann?
Warum etwas zeigen, damit ich sehe, was ich doch begreifen kann?
Warum etwas zeigen, damit ich begreife, was ich doch sehen kann?

 

10. Mrz 06

moribundi

 

Denn angenommen, ich bin, dann ist der Mensch, sobald ich ihn denke.
Bei jedem Ihrer Ausführungen fallen mir gewitzte Antworten ein. Leider…
Und ich, das versichere ich Ihnen: ich denke ihn. Und wenn…
immer erst drei Sätze zu spät.
ich diesen als Erste Ursache annähme…
Sie machen mir damit ein Kissen für den Kopf.
kann ich daraus andere Ursachen ableiten…
Das Panorama ihrer Sätze ist….
und daraus schlichte und banale Wirkungen.
wohlorganisiert, möchte man meinen:
Ich könnte daraus Mond und Erde, sowie Himmelszelt…
Der Hintergrund ein Bergmassiv…
und hienieden Feuer, Wasser,Luft und Erde durch allerhand…
im Vordergrund versammelte Blumenbeete…
absonderliche Experimente aufspüren.
und die Logik gibt sich zwingend.
Doch summa wird daraus kein Mensch sein…
Die neugewonnenen Bedeutungen…
sondern ein Abbild seiner. Geben Sie Leibniz eine Monade…
kreisen in Warteschleifen…
oder Robinson Crusoe einen Werkzeugkasten…
wie Krähen …
und sie werden über kurz oder lang ein weiteres Ebenbild …
über meinen Gedankendächern.
der geläufigen Welt finden.

 

5. Mrz 06

Kryptonymie

 

Im Anfang war das Wort.
Es ist nutzlos, sich dern Zusammenhängen zu widersetzen,
die in der Sprache längst angelegt sind
und viele Jahrhunderte lang vorbereitet waren.

 

3. Mrz 06

prima causa

 

dina nur: noch bis 05/03/06
in der galerie im torhaus in dortmund

 

2. Mrz 06

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