Archiv für August 2006

Temporary Discomfort iv

 fortgesetzte Permutationen:

Warum hoffe ich, um zu fühlen, was ich nicht mehr glaube?
Warum fühle ich, um zu glauben, was ich nicht mehr hoffe?
Warum fühle ich, um zu hoffen, was ich nicht mehr glaube?
Warum glaube ich, um zu fühlen, was ich nicht mehr hoffe?
Warum glaube ich, um zu hoffen, was ich nicht mehr fühle?
Warum hoffe ich, um zu glauben, was ich nicht mehr fühle?

Warum mehre ich mich nicht von der gefühlt geglaubten Hoffnung?

31. Aug 06

habit of the broken heart

 

 

verwarte den tag
die bahn eines kleinen fratzes
schon knapp hinterm mond

 

30. Aug 06

im phasenraum

 by courtesy of akiruna, (notice copyright) see her photos  
Es möchte ja Einer
das gesicht recht würdig sich runzeln
den mund auch mokant sich falten
die nase sich sorgsam einschlagen
im pergamentEs möchte ja Einer
erneut befuchteln die welken
grillen auf den versuchsanbauflächen
der vorvergangenen
begeisterung

Es möchte ja Einer
die scheinehe schliessen
mit der scharfen kühlfläche
des gestern noch
und heute ach heute

Es möcht ja Einer
sich selbst
beim atmen zusehn

 

29. Aug 06

prior art

flic

Einhalt gebietend und mit Blick auf die Abschußrampen erzielten die Wangoren noch die besseren Erlebnisse. Dort hinter dem Cab zuckte Ingenieur Barbière – noch. Beiläufig herrschte eher gesprenkelte Ruhe im großen Hungar und der mutlose Chef des Trupps stülpte seine Narbe um und um. Kein Halm krähte, kein Kind pflegte sich um diese Stille mit Anstand zu durchbrechen und und auf der Terasse keimte das Stroh. Allerdings – gab Barnière zu Bedenken – allerdings nicht alle: ein kleines Scharmützel Ergonauten klopfte die Schachlage nach Hinweisen auf Grubert, zumindest auf ein Lebenszeichen von Grubert, zumindest auf eine Spur Gruberts, zumindest auf eine Ahnung Gruberts, zumindest auf einige Atome, der sich schließlich nicht in Luft aufgelöst haben konnte – auf dem kurzen Weg von der Milchbar zur Milchstraße. Einerseits spielte das Wetten in diesem Teil der Georgraphie mitunter havoc und und ja
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23. Aug 06

B – Movie

 by courtesy of akiruna, (notice copyright) see her photos 
Der einzige
sonnenstrahl erhängt sich / an roten wildlederschuhspitzen
stirbt zwischen gepflasterten
sanftlederschuhspitzen / rauhnervige hartfingerspitzen
gravieren behende eine
silbrige autochipkarte ein
verwüstender blickeine kundin da vorne eine liebschaft zurück
im halteverbot
eine kleine kuhle am schlüsselbein

atemnot wegen zeitnot wegen
überfällig wegen
unfreiwillig wordgeriesel wegen
unterschwällig fühlgegriesel wegen

lässig ziehen hernach kulissenschieber
das bisschen landschaft
an mir

 

17. Aug 06

Das Syndrom Leben

 

 

 by courtesy of akiruna, (notice copyright) see her photos
Ginge da ein wind / an feuchte finger
massierte mir die ganglien / wattierte mir die flausen
schlöpps tuchrevers / mir vor die nassen augen

ginge da ein wind / zög müde finger / aus warmen achselhöhlen
entdöckte erste einzelheit / im graugeblümter luxusland
dückt sich zum himmel / als deute sich ne wahrheit an

ginge da ein wind / schlitzeaugen ferngesicht /ganz innen drin ein
herzhöhlenrauschen / abgereister besserwisser
der sich verändörte / in andrer Richtung

ginge da ein wind / röss dreiecke in diese
leergeräumte wünschelhöhle
als wärs noch gar nicht ausgemacht / dass es so sei.

träte ins nasse höbe das leichte
schöbe das kühle trüge das schwarze
liebte ohne begründung
ginge da ein wind

 

12. Aug 06

die moralische Schweiz

 

vogel gleich
schwimmen im ultramarin
gedankenklar
und fast ertränkt
vom blast der blutgen
küchenmagd
quillt wohllust
tief in schrunde haut

nur zirro stratus
nimmt uns vorläufig
in schleierhaft

 

6. Aug 06

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