Eiscafé

…Die Fußgängerzone empfing ihn nicht, als hätte sie jemanden vermisst. Er verzichtete darauf, jene zu grüßen, die seinem Blick länger als ein paar Sekunden standhielten, schaute jedoch den Entgegenkommenden eine Spur länger ins Gesicht als gewöhnlich.
Das Leder ihrer Jacken hatte elektrische Eigenschaften: wenn sie Passanten auswichen, spürte er die Berührung mit ihr direkt auf seiner Haut. Die Stadt war mit Menschen ausgestopft. Sie konnten nicht untergehakt gehen und auch ihre Finger lösten sich nach kurzer Zeit wieder voneinander. Er bedachte sie regelmäßig mit Seitenblicken, vermied aber den Blickkontakt.
Dünne Schatten rannen aus dem Waschbeton der Blumenkübel, die nur noch mit Biomasse gefüllt waren. Es roch nach Friedhof. Die blasse Sonnenscheibe kletterte durch eine Baulücke. Schleierbewölkung in den Farben Eierschale und Caramel verhinderte, das ihm die Augen schmerzten, als er für Sekunden hinstarrt, so, als sei es das letzte Mal….
eiscafe (pdf, 72 KB)
…still in progress

2 Kommentare to “Eiscafé”

  1. GAST

    Erster Kommentar
    zur Kurzgeschichte: nur überflogen: super sprache, viel Gefühl zwischen den zeilen, klasse spannend. Man sucht nach der art der beziehung. ende hart.

    aus sms extrahierter Kommentar

  2. GAST

    Geschichte ist wirklich gut. Man ist sofort mittendrin.

    aus sms extrahiert

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